© René Schaack

Naturschutzgebiet Reesholm

Eine Halbinsel in der Schlei

Reesholm © Kirsten Giese

Das 120 ha große Naturschutzgebiet Reesholm liegt 10 km östlich von Schleswig. Es handelt sich um eine weit in die Schlei hineinragende Halbinsel, welche in der letzten Eiszeit als flacher Moränenriegel stehen blieb. Die höchsten Punkte befinden sich an der Westseite mit einem 3 m über der mittleren Wasserlinie liegenden Steilufer sowie an der Südspitze mit einer Höhe von etwa 4 m über Mittelwasser. Demgegenüber ragen weite Teile im Norden des Gebietes nur knapp einen halben Meter über Mittelwasser und sind daher jeder Hochwasserüberflutung ausgesetzt. Auf dem niedrig gelegenen Wiesengelände entwickelte sich eine botanisch wertvolle Salzwiesengesellschaft; hier blüht im Frühjahr das Löffelkraut, im Spätsommer bilden Laugenblumen und Strandastern einen ansprechenden Blühaspekt. Hochstaudenfluren kennzeichnen an den Ufern die nicht beweideten Stellen. Imposant sind dort die Bestände der Engelwurz, die im August mit ihren Blütendolden die Hochstaudenfluren überragen. Auf der höher gelegenen flachen Moränenplatte findet sich auf sandig-trockenem Boden eine artenreiche Magerwiese. Von Weißdorn dominierte Knicks trennen die ursprünglichen Grundstücksgrenzen. Auf dem hoch gelegenen trockenen Rasen entstand zudem eine große Besenginsterfläche, welche von Zeit zu Zeit von den Rindern kurzgefressen wird. Die Galloways, betreut vom Rinderbetrieb Bunde Wischen eG, weiden im Gebiet und sorgen als Landschaftspfleger für den Erhalt der Pflanzenvielfalt. Die Nutzung in Form einer extensiven Sommerbeweidung erhöht die Strukturvielfalt und verhindert die Ausbreitung des Schilfs. Viele der seltenen Arten auf Reesholm wären heute ohne die Beweidung vermutlich verschwunden.

Vogelwelt

Alpenstrandläufer © René Schaack

Von besonderer Bedeutung ist Reesholm für die Vogelwelt. Viele seltene Vogelarten brüten im Gebiet oder nutzen es zur Rast. Das niedrig liegende Grünland gibt insbesondere Schafstelze, Kiebitz, Rotschenkel, Brandgans und Austernfischer Brutmöglichkeiten. Im Schilf brüten Rohrammer, Rohrsänger und Bartmeise, das Blaukehlchen errichtet hier gut verborgen am Boden sein Nest. In keinem Gebiet der Umgebung vermehren sich die Feldlerchen so gut wie auf der Moränenplatte. Uferschwalben nisten in der Abbruchkante der Westseite. Der Seeadler ist häufiger Gast. Auf der vorgelagerten Insel Hestholm rasten besonders im Frühjahr zahlreiche Kormorane, um ihr Gefieder nach dem Tauchen zu trocknen. Herausragend ist Reesholm als Rastplatz für durchziehende Frühjahrs- und Herbstgäste. Schwärme von Staren, Großen Brachvögeln, Graugänsen und Nonnengänsen landen hier. Vom Beobachtungsstand lassen sich zur Zugzeit Watvögel wie Alpenstrandläufer, Zwergstrandläufer, Kampfläufer, Dunkler Wasserläufer, Grünschenkel, Bruchwasserläufer, Bekassine und Knutt beobachten. Im Winter sind auf den umliegenden feuchten Wiesen Singschwäne und Graugänse in großen Scharen zu sehen. Auch Kraniche verbringen den Winter im Naturschutzgebiet.

Der Weg ins Schutzgebiet

Die Straße Winningmay führt nach Reesholm und zweigt in Füsing von der Schleidörferstraße ab. Vom Parkplatz Winningmay aus geht ihr an der Schlei entlang nach Süden direkt ins Schutzgebiet. Vorne an der Holzschranke befindet sich eine Informationstafel. Das Betreten des Gebietes ist lediglich auf den Wegen gestattet. Der Weg endet an einer Beobachtungsplattform, von welcher ihr einen schönen Blick über das Gebiet habt.

Kontakt

NABU-Schutzsgebietsbetreung
Norbert Neubauer
Tel.: 04621 53398 
norneubauer@gmail.com

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Das 120 ha große Naturschutzgebiet Reesholm liegt 10 km östlich von Schleswig. Es handelt sich um eine weit in die Schlei hineinragende Halbinsel, welche größtenteils nur wenige Dezimeter über der mittleren Wasserlinie liegt. Dieser Teil wird bei Hochwasser häufig überflutet, so dass sich dort botanisch wertvolle Salzwiesen­gesellschaften und Brackröhrichte finden. Im südlichen Bereich der Halbinsel befindet sich eine höher gelegene, flache Moränen­platte mit sandigem, mageren Grünland.

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Das Naturschutzgebiet umfasst rund 10 Kilometer des Dannewerks (östlicher Teil des Krummwalls, Hauptwall und Margarethenwall), die Wallanlagen um die ehemalige Wikingersiedlung Haithabu am Haddebyer Noor. Außerdem zählen einen Teil der nördlich davon liegenden, bewaldeten Hochburg und der westlich des Ochsenwegs liegende Teil des Kograbens zum Naturschutzgebiet. Es wird in weiten Teilen geprägt von Sandmagerrasen, Borstgrasrasen und kleinflächigen Zwergstrauchheiden.

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Das ca. 38 ha große Esprehmer Moor ist der Rest eines ehemals 400 ha großen Moores, welches Ende der 60er Jahre fast vollständig kultiviert wurde. Die vielen bäuerlichen Torfstiche sind heute Lebensraum von Feuchtheiden und Torfmoospolstern. Typische Pflanzenarten sind Wollgras, Weißes Schnabelried und Rundblättriger Sonnentau. Unter den Tieren finden sich Hochmoorbläuling, Moorfrosch, Kreuzotter und Ringelnatter.

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Der Bültsee liegt 6 km nordwestlich von Eckernförde und gilt als einer der letzten noch einigermaßen nährstoffarmen Seen in Schleswig-Holstein und in Deutschland. Es handelt sich um ein Toteisloch, das in der letzten Eiszeit entstanden ist. Der See wird vom Grundwasser gespeist und hat weder Zu- noch Abfluss. Die Wasserfläche befindet sich im Eigentum der Gemeinde Kosel, die angrenzenden Flächen gehören der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

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Kern des Schutzgebiets ist ein ursprünglich ca. 500 m langer und 9 m hoher Geländerücken, ein so genanntes Os. Dieses entstand während der letzten Eiszeit durch Ablagerungen der Gletscher. Die Vegetation setzt sich aus seltenen, an nährstoffarme Verhältnisse angepasste Pflanzen zusammen. Durch die Verzahnung mit den angrenzenden Niederungsbereichen findet sich in dem kleinen Gebiet eine enorme Artenvielfalt.

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Das NSG Schleimündung ist eine Halbinsel am nördlichen Ufer der Schleimündung, östlich von Maasholm. Es handelt sich um eine natürliche und sehr abwechslungsreiche Strandwalllandschaft. Die östliche Küstenlinie ist eine typische Flachküste mit Strand, Dünen, Strandwällen und Trockenrasen. An der Westseite sind Nehrungshaken mit ausgeprägten Windwatten ausgebildet. Das Gebiet ist ein bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für nordische Zugvögel.

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Das NSG Schwansener See liegt auf der Halbinsel Schwansen direkt an der Ostsee zwischen den Orten Damp im Süden, Schönhagen im Norden und Dörphof im Westen. Der Schwansener See mit einer Größe von ca. 110 Hektar wird von einer schmalen Nehrung von der Ostsee getrennt. Er ist umgeben von einem geschlossenen Schilfröhrichtsaum, Salzwiesen und landwirtschaftlich genutzten Weideflächen. Das gesamte Naturschutzgebiet verfügt über insgesamt 215 Hektar.

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