© Henrik Matzen

Die Schlei

Weder Fluss noch See

Schleswig-Holsteins längste Förde

Die Schlei ist Schleswig-Holsteins längste, schmalste und flachste Förde und trennt die beiden Halbinseln Angeln und Schwansen. Sie erstreckt sich von Schleimünde über 42 km in südwestlicher Richtung bis nach Schleswig. Aufgrund der vielen Buchten, welche Noore genannt werden, erreicht die Uferlinie eine Länge von 151 Kilometern. Die Schlei wurde während der letzten Eiszeit vor 115.000 bis 11.000 Jahren geformt. Mehrere Gletscherzungen reichten dabei bis in das heutige Naturparkgebiet; beim Abschmelzen dieser entstanden dann Rinnen und Täler. Als der Meeresspiegel nach der Eiszeit wieder anstieg, füllten sich diese mit salzigem Ostseewasser. Aufgrund der geringen Tiefe der Schlei und des inzwischen stark eingeschränkten Wasseraustausches mit der Ostsee (durch die nur 90 m breite Schleimündung) ist die Schlei ein Brackgewässer, dessen Salzgehalt von Schleimünde (1,8%) bis Schleswig (0,4-0,8%) abnimmt.

Die Schlei ist durch einen Wechsel von seeartigen Bereichen (den Breiten) und flussförmigen Abschnitten (den Engen) geprägt. An der großen Breite beträgt die Entfernung vom Süd- zum Nordufer 4000 m; wenig entfernt, an der Missunder Enge, sind es dagegen nur noch 153 m. Im Durchschnitt ist die Schlei ca. 1300 m breit. Auch die Wassertiefe wechselt stark. An den meisten Stellen beträgt die Wassertiefe nicht mehr als 3 m. Die Noore sind besondern flach und werden durch die fortschreitende Verlandung stetig flacher. In der Missunder Enge und bei Rabelsund werden jedoch auch größere Tiefen von 11 und 16 m erreicht. Die unmittelbare Umgebung der Schlei weist für schleswig-holsteinische Verhältnisse ein ausgeprägtes Relief auf. An vielen Uferabschnitten finden sich 10 bis 20 Meter hohe Höhenzüge; wo diese direkt bis ans Ufer reichen finden sich Abbruchkanten. Das größte, aktive Kliff findet sich bei Weseby an der großen Breite.

Wasserqualität

Durch die zunehmende Nährstoffbelastung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts hat sich die Wasserqualität der Schlei sehr stark verschlechtert. Trotz einiger Verbesserungen werden durch die intensive Landnutzung weiterhin große Mengen an überschüssigen Nährstoffen (Stickstoff, Phosphor) über die Flüsse und Bäche in die Schlei transportiert. Dort verändern sie die Umweltbedingungen. Die Schlei ist sozusagen "überladen" an Nährstoffen, sodass die Lebensbedingungen für aquatische Tiere und Pflanzen beeinträchtigt werden. Das beim Naturpark Schlei angesiedelte Modellprojekt Schlei soll nun Impulse für eine nachhaltige Verbesserung der Situation von Gewässern und anderen empfindlichen Ökosystemen in der Schleiregion setzen.

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