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Vortrag: Heimische Seegraswiesen als unterschätzte Klimaretter

In 54 Tagen

Auf einen Blick

Heimische Seegraswiesen als unterschätzte Klimaretter.
Ein Vortrag von Prof-Dr. Thorsten B. Reusch, IFM-GEOMAR Kiel. 

Seegraswiesen speichern über die Produktion ihrer Biomasse sowie durch das Herausfiltern feiner organischer Sedimentpartikel Kohlenstoff. Ihre Photosynthese bindet im Wasser gelöstes CO2, welches den Anteil menschgemachten CO2 aus der Atmosphäre verringern kann und als „Blauen Kohlenstoff“ im Boden für längere Zeit speichert. Umfangreiche Kartierungen an der deutschen Ostseeküste haben gezeigt, dass Seegraswiesen eine Fläche von ungefähr 285 Quadratkilometern bedecken, dabei speichern diese im Schnitt 2.700 Gramm Kohlenstoff auf einem Quadratmeter. Sie reichern den Meeresboden durch organische Partikel an, die zwischen 26 und 52 Gramm Kohlenstoff auf einem Quadratmeter pro Jahr entsprechen, dies ist ein 30- bis 50-mal höherer Wert als in vergleichbaren mit Wald bedeckten Ökosystemen an Land. Im Vortrag werden aktuelle Forschungsprojekte des GEOMAR vorgestellt. Das Projekt „Seagrass Blue Carbon“ im Rahmen der Helmholtz-Klima-Initiative erforscht, wie viel CO2 aus der Atmosphäre die Seegraswiesen im deutschen Teil der Ostsee speichern und welchen Beitrag sie zum gesamten Kohlenstoffhaushalt in Deutschland leisten können. Wie verlorengegangene Bestände wieder renaturiert werden können, wird im Projekte SeaStore untersucht.

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