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Die Schlei

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Ornumer Noor
Die Schlei ist Schleswig-Holsteins längste, schmalste und flachste Förde und trennt die beiden Halbinseln Angeln und Schwansen. Ihre Rinne wurde durch die letzte Eiszeit geformt. Mehrere Gletscherzungen reichten bis in das heutige Naturparkgebiet. Beim Abschmelzen der Gletscher entstanden Rinnen und Täler. Als der Meeresspiegel nach der Eiszeit wieder anstieg, füllten sie sich mit Ostseewasser.
Das Wasser der Schlei ist Brackwasser. Der Salzgehalt nimmt von Schleimünde bis Schleswig immer weiter ab.

Die besten Badestellen finden Sie hier:
Flyer Strand-Finder (PDF, ca. 3,5 MB)

Kein Fluss und kein See

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Schlei bei Karschau
Mal eng wie ein Fluss, mal breit wie ein See: An der Schlei wechseln sich schmale und breite Abschnitte ab. Am breitesten ist der Meeresarm zwischen Schleswig und Missunde. Die Kleine Breite misst ungefähr zwei Kilometer, die Große Breite ungefähr vier Kilometer. Am schmalsten ist das Gewässer mit 135 Metern in Missunde.
Die Schlei ist durchschnittlich 3 Meter tief, die tiefste Stelle befindet sich mit 16 Metern im Rabelsund zwischen Kappeln und Maasholm.
Charakteristisch sind zahlreiche Noore. Hierbei handelt es sich um Buchten mit einer engen Verbindung zur Schlei.

Brücken

Zwei Brücken verbinden die Halbinseln Angeln und Schwansen miteinander:

Die Brücke in Lindaunis ist eine Klappbrücke. Die in der 1930er Jahren gebaute Brücke steht seit 1997 unter Denkmalschutz. Sie wird sowohl von PKWs, Radfahrern und Fußgängern als auch von der Regionalbahn Kiel-Flensburg genutzt. Der PKW-Verkehr wird per Ampelschaltung geregelt, da nur eine Spur zur Verfügung steht. Jede 15 Minuten vor einer vollen Stunde wird die Brücke für den Schiffsverkehr geöffnet.
Vorsicht Radfahrer: In die Fahrbahn sind die Bahngleise eingelassen. Auch wenn die Autofahrer drängeln: Immer in der Mitte der Fahrbahn fahren!

Die Brücke in Kappeln wurde 2002 eingeweiht. Sie überbrückt die Schlei auf ca. 200 Meter Länge. Immer 15 Minuten vor einer vollen Stunde wird die Brücke für den Schiffsverkehr geöffnet.

Fähren

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Fähre Missunde
Die Schleifähre in Missunde verbindet ganzjährig die Ortschaften Missunde auf der Halbinsel Schwansen und Brodersby auf der Halbinsel Angeln. Die Schleifähre hat eine Tragfähigkeit von 25 Tonnen und ist zugelassen für max. 45 Personen. Bei der Fähre handelt es sich um eine Seilfähre mit einem dieselhydraulischen Antrieb.
www.schleifaehre-missunde.de

Die Schleifähre Arnis verbindet im Sommerhalbjahr den Ort Arnis auf der Halbinsel Angeln mit dem Dorf Sundsacker auf der Halbinsel Schwansen. An dieser Stelle ist die Schlei etwa 200 m breit. Die Arnisser Fähre ist eine Motorfähre mit Seilantrieb. Zu Beginn der Fährzeit im Jahre 1826 wurde die Fähre noch durch Muskelkraft bewegt, seit den 60er Jahren besitzt sie einen Motor. Die Fähre kann Fahrzeuge mit bis zu 16 Tonnen übersetzen.

Lange Wartezeiten gibt es an beiden Fähren in der Regel nicht.

Handel und Wandel

Bereits die Wikinger entdeckten im Mittelalter die Schlei als Handelsweg. Um Waren von der Ostsee zur Nordsee zu schaffen, mussten sie nicht mehr die gefährliche Fahrt rund Skagen (Nord-Dänemark) antreten. Nur 16 Kilometer weit verfrachteten sie ihre Handelsgüter über Land bis nach Hollingstedt. Von dort ging es per Schiff über die Flüsse Treene und Eider zur Nordsee. Am Kreuzungspunkt zwischen diesem Handelsweg und dem von Nord nach Süd verlaufenden "Ochsenweg" entstand die Wikinger-Metropole Haithabu.
Als die Schiffe Ende des 14. Jahrhunderts größer wurden, wurde die Schlei für die Handelsschifffahrt zu flach. Die Hansestadt Lübeck wurde neue Handelsmetropole. Heute nutzen nur noch wenige Frachtschiffe die Schlei zwischen Schleimünde und Kappeln.

Aktuelle Projekte

Foto © Dierk Broders Foto © Dierk Broders
Hier geht es zu den aktuellen, mal mehr und mal weniger großen Projekten des Naturparks Schlei.

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Impressionen aus Kappeln

Foto © Wolfgang Frercks Foto © Wolfgang Frercks
Erleben Sie den Kappelner Hafen aus beeindruckenden Perspektiven. Die Aufnahmen der Webcam werden kontinuierlich aktualisiert.

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